Suzusan

Japan

Designerportraits

Die japanische Lampenserie SUZUSAN Luminaires.

„Licht in Haute Couture gekleidet“, so nennt die Düsseldorfer Marke SUZUSAN die Kreationen von Hiroyuki Murase, dessen Familie im japanischen Arimatsu bereits in fünfter Generation Stoffe mit Hilfe der traditionellen japanischen Shibori-Textilveredelungstechnik bearbeitet. Teile der Oberfläche werden vor dem Färben gezielt gefaltet, abgebunden oder abgenäht, so dass dreidimensionale Muster, Strukturen und Farbkontraste sichtbar werden. Daraus entstehen maßgeschneiderte Überzüge – die so genannten SUZUSAN Coats – die eine Düsseldorfer Manufaktur auf die Lampenkörper überzieht.

Ziel des Designers, der seit 2004 an der Düsseldorfer Kunstakademie Bildhauerei studiert, war es, die Stoffkreationen seiner Familie, die vorher ausschließlich für traditionelle japanische Kleidung verwendet wurden, als leuchtende Kunstwerke in einen modernen Kontext zu setzen. Erst der distanzierte Blick aus dem fernen Europa ermöglichte es ihm, die faszinierenden Möglichkeiten dieser uralten Handwerksmethode für zeitgenössische Designentwürfe zu erkennen. In einem Spiel aus Licht und Schatten werden in den Lampen die zahllosen Details der plastisch modellierten Oberfläche sichtbar und eine Vielzahl an kleinen Spitzen und künstlerisch geformten Stofffalten tritt zutage.

In fünf Designlinien existieren Hänge- und Stehlampen, die alle Überzüge aus weißem Polyester besitzen. Die ursprünglich auf Seide, Wolle und pflanzlichen Fasern angewandte Shibori-Methode wurde in den letzten Jahrzehnten durch neue Verfahren erweitert. So werden die für die Leuchten verwendeten Polyesterstoffe unter Dampf erhitzt, wodurch die dreidimensionale Oberflächenstruktur permanent erhalten bleibt. Das Ergebnis sind hochwertige Produkte, die durch ihre einzeln in Handarbeit hergestellten Komponenten einen hohen Qualitätsstandard erreichen.