Amethyst

Drusen

Designerportraits

Die Herkunft des Namens aus dem griechischen ἀμέθυστος (amethystos) – „dem Rausche entgegenwirkend“ – drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. Ebenso sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen. Ursprünglich ergab sich dieser (Aber)glaube aus dem Brauch, den (Rot-)Wein mit Wasser zu verdünnen, welcher dann eine rötlich-violette (amethystfarbene) Färbung annahm. Gleichzeitig konnte man wesentlich mehr davon trinken, ohne gleich betrunken zu werden oder gar einen Kater erleiden zu müssen.

 

In der frühchristlichen Kirche wurde der Amethyst ein Symbol für den erhabenen geistigen Zustand der hohen Würdenträger, insbesondere der Bischöfe. Der Amethystring gehört bis heute zu den katholischen Insignien, besonders hochwertiger Amethyst wurde bis vor wenigen Jahrzehnten mit dem Begriff “Bischofsqualität“ beschrieben.
Auch in anderen Kulturkreisen, beispielsweise in Indien und Tibet wird Amethyst bis heute als Chakrastein bzw. als heiliger Stein Buddhas sehr geschätzt.

 

Dem Amethyst wurde auch eine apotropäische Wirkung gegen Diebstahl nachgesagt. Dieser Umstand wird belegt durch frühgeschichtliche Grabfunde. Merowingerzeitliche Gräber mit Amethyst zeigen, wenn überhaupt, Beraubungsspuren nicht im Bereich der Niederlegung der Steine (Halskette), auch dann nicht, wenn etwa goldene Schmuckanhänger ebenfalls hier zu finden waren. Möglicherweise gab es in dieser Epoche der Frühgeschichte eine weitergehende (und heute nicht mehr rekonstruierbare) nachgesagte (Negativ-)Wirkung des Amethysts auf den Dieb.

 

Da Amethyst vorwiegend in den Kristallspitzen seine kräftigste Färbung aufweist, sind größere Exemplare mit intensiver Farbgebung relativ selten. Die Preise solcher Steine stiegen in den letzten Jahren deutlich an und an diesem Trend wird sich voraussichtlich zukünftig aus den nachstehend beschriebenen Gründen nichts ändern.

Natürliche Amethyst-Vorkommen in Edelsteinqualität liefern vor allem Südamerika (Brasilien, Uruguay) und manche afrikanische Länder.

Wobei Drusen (vor allem in bester Qualität) so gut wie ausschließlich aus Brasilien bzw. Uruguay kommen!